Die Sortimentsplanung im Einzelhandel für Dekoration und Haushaltswaren erfordert ein ausgewogenes Verhältnis zwischen stabilem Grundsortiment und saisonalen Ergänzungen. Zu viel Saisonware bindet Kapital und führt nach Saisonende zu Abschreibungen. Zu wenig Saisonware verschenkt Umsatzpotenzial in Hochphasen wie Weihnachten oder Frühjahr.
Ein bewährtes Modell ist die 70-30-Regel: Etwa 70 Prozent des Sortiments sollten ganzjährig gültige Artikel sein — Kerzenhalter, Wohnaccessoires, Geschenkartikel ohne starke Saisonbindung. 30 Prozent entfallen auf Saisonware, die rechtzeitig bestellt und nach der Saison kontrolliert reduziert wird. Die genaue Aufteilung hängt von der regionalen Nachfrage und dem Filialprofil ab.
Die Planung beginnt sechs bis neun Monate vor der Saison. Für das Weihnachtsgeschäft bedeutet das Bestellungen im Frühsommer, für Frühjahrssortimente Bestellungen im Herbst des Vorjahres. Lieferanten mit kurzen Reaktionszeiten können Fenster verkürzen, erhöhen aber das Risiko bei Nachbestellungen in Spitzenzeiten.
Kapitalbindung lässt sich durch präzise Nachbestellsteuerung reduzieren. Artikel mit hoher Umschlaggeschwindigkeit werden nachbestellt, langsame Artikel frühzeitig ausgelistet oder reduziert. Moderne Warenwirtschaftssysteme liefern die nötigen Daten — vorausgesetzt, die Kennzahlen werden regelmäßig ausgewertet.
Der Online-Kanal verändert die Planung: Artikel, die stationär gut laufen, müssen online nicht automatisch erfolgreich sein. Umgekehrt können Online-Bestseller filialübergreifend nachgefragt werden. Eine integrierte Sortimentsplanung für beide Kanäle vermeidet Doppelstrukturen und optimiert die Lagerhaltung.
WaaCoo GmbH unterstützt Einzelhändler bei der Sortimentsplanung mit Marktdaten, Beschaffungskalendern und optionaler Lagerhaltung. So entsteht ein Sortiment, das Nachfragespitzen abdeckt, ohne das Betriebskapital zu überstrapazieren.